others Blog.net - Der Blog über Alles und Nichts. Gehobene Themen und eine etwas andere, kritischere Sichtweise. Hier wandert viel durch den Bewusstseinsfilter und wenig durch den Medienfilter. Wer nach einer wirklich eigenen Meinung sucht, und bisher nur die Medien kannte, wird nach einer gründlichen Lektüre des others Blog beide Seiten kennen und wird darauf eine eigene Meinung bilden können.
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Lesenswert:
* Das Universum im Computer @ Spiegel Online
* Neurotechnologie: Mit Moraldoping zum besseren Menschen @ Spiegel Online
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Ich bitte die aktuelle Unordentlichkeit im Aussehen des Blogs zu entschuldigen, ich arbeite bereits daran. Vielen Dank für euer Verständnis!
2. Juli 2009, 13:17
Lang lang ist’s her, da kam schon der Firefox 3.0 heraus – der auch wirklich verdammt viele gute Änderungen gebracht hat. Ich persönlich war wirklich sehr zufrieden mit dem Firefox 3.0, doch jeder muss sich verbessern, so auch der Firefox.
Und dementsprechend kam nun, vor einigen Tagen, Firefox 3.5 raus und mir haben sich ehrlich gesagt die Haare gesträubt. Im Grunde genommen sind die vielen positiven Verbesserungen nicht sichtbar, doch dafür sind es die Negativen. Denn das, was sichtbar ist, bekommt der (un)mündige User natürlich als erstes zu Gesicht. Und da ist mir wirklich einiges an Schnitzern aufgefallen.
Als erstes einmal die Tatsache, dass man, wenn nur noch ein einziger Tab offen ist, diesen nicht mehr durch Klick auf das [x] “löschen” kann, dazu das meiner Meinung nach absolut unnötige [+]-Zeichen zum Öffnen eines neuen Tabs – wozu?
Doch bei diesen kleinen, wirklich offensichtlichen Problemen blieb es leider nicht – hinzu kamen Feinheiten wie etliche Inkompatibilitäten zu vorhandenen AddOns und sogar einige Bugs – z.B. funktioniert mein Fast Dial nicht mehr – auch nicht nach einer Re-Installation.
Ebenso finde ich die neue Quellcode-Ansicht ätzend. Links im Quellcode werden als selbige geparst und bei einem Klick darauf öffnet sich nicht etwa die betreffende Seite im Browser – nein, der Quellcode selber springt weiter. Das mag zwar sinnvoll sein, aber mir persönlich fehlt die intuitive Umschalt-Möglichkeit (z.B. mit STRG oder SHIFT), um zwischen “Quellcode springt weiter” und “Browser springt weiter” umzuschalten.
Okay, soviel zu den vielen negativen Neuerungen. Jetzt zu den Positiven:
Der Firefox hat sich wie gesagt weiterentwickelt, laut einem Kollegen sortiert Firefox die Bookmarks nun wesentlich schneller als vorher und der neue “Private Modus” ist sehr praktisch. Denn einmal im privaten Modus bleiben sämtliche Bewegungen auf dem Rechner unnachvollziehbar. Lediglich die IP könnte dem Provider Rückschlüsse erlauben. Keine Chronik, keine Bookmarks, keine Cookies, keine Daten bleiben dabei gespeichert. Alles wird sofort verworfen.
Hat also gute und schlechte Dinge, der neue Firefox. Alles in Allem bin ich allerdings zufrieden, hoffe aber, dass diese Schnitzer im Interface bald beseitigt werden :)
Continuing happily,
Chaos
— Hendrik Erz
Reviews, Software
30. Juni 2009, 11:15
Gut gut, ich muss zugeben: Ich habe lange nichts mehr von mir verlauten lassen. Aber ebenso gebe ich auch zu: Es herrscht zur Zeit ein reges Sommerloch.
Heiße Temperaturen dämpfen jegliche Motivation ziemlich ab, in der Politik tut sich außer ein paar Regungen nicht sehr viel und die Berichterstattung über den Iran wird auch so langsam langweilig.
Klar, auf den Honduras gab es unlängst einen Militärputsch, bei dem der bisherige Präsident entmachtet wurde und Frau Merkel ist letztens erst dem Herren Obama ein paar Komplimente machen gewesen, aber revolutionäre Neuigkeiten scheinen da nicht zu sein.
Fest steht, dass wesentlich bessere Dinge bei solchem Wetter zur Auswahl stehen – zum Beispiel schwimmen gehen, Eis essen oder – wer Geld zuviel hat: Festivals besuchen.
So werde auch ich mich bald in der Nähe eines Militärflughafens in Leipzig auf dem diesjährigen With Full Force befinden und mit einer guten Flasche Bier den aufbrausenden Klängen von Eisregen und diversen Hardcore-Bands lauschen :)
Doch da ich auch nicht übermäßig viel Geld habe, werde ich danach irgendetwas kostenfreies oder günstiges starten, denn ich habe quasi mit mir selbst eine Wette abgeschlossen: Über die (letzten) Sommerferien (meines Lebens) werde ich versuchen, ein Projekt zu entwerfen und zu vervollständigen :)
Irgendwas braucht der Mensch doch, um sich 6 Wochen lang die Zeit zu vertreiben, wenn Urlaub schon nicht drin ist^^
Und nach dem Sommerferien kommt dann auch endlich wieder mein Führerschein und es kann losgehen – mit dem letzten Jahr Schule :)
Continuing happily,
Chaos
— Hendrik Erz
Allgemein, Events
21. Juni 2009, 21:23
Aus einem Schock wurde Frust.
Aus Frust wurde Wut.
Und aus Wut wurde Hass.
Aus diesem Hass wurde mittlerweile ein Bürgerkrieg von weltpolitischem Ausmaße. Klar – ich spreche vom Iran.
Ein ganzes Regime steht mittlerweile auf der Kippe, die Menschen demonstrieren nicht mehr, sie terrorisieren das Regime im Iran. Der angeblich demokratisch gewählte Präsident Ahmadinedschad, quasi rechte Hand des Führers Ahjatolla Chamenei sieht sich einem Volk, voll von Hass, gegenüber.
Nach und nach radikalisiert sich das Volk – und die Polizei hält dagegen. In ihrem Auftrag, den Präsidenten zu schützen und die Ordnung aufrecht zu erhalten, müssen sie dabei immer weiter vorgehen, gewalttätiger werden, um die Masse der Demonstranten unter Kontrolle zu halten. Ein aussichtsloser Kampf, wenn man bedenkt, dass im Iran mittlerweile Krieg herrscht.
Und hieran sieht man umso besser die Ausmaße eines Krieges. Denn im Iran treten alle “Phänomene” auf, die ein Krieg mit sich bringt – Weltpolitische Schocks, dramatische Bilder, eine betroffene Welt und sehr, sehr viel Hass. Viele Menschen, die Vietnam nicht mitbekommen haben, den zweiten Weltkrieg nicht und auch sonst keine Kriegserfahrung haben, können jetzt wirklich effektiv erfahren, wie sich Krieg anfühlt.
Denn nach den Berichten und der politischen Reaktion auf diese Proteste folgen jetzt nach und nach weitere grausame Folgen des Krieges. Die neueste Folge ist tiefe Betroffenheit durch ein Video.
Neda – das Wort des Tages – ist ein junges Mädchen gewesen, das neulich in Teheran von einem Scharfschützen hingerichtet wurde – ein präziser Schuss direkt in die Brust. Die Bilder, aufgenommen von einer Handykamera, zeigen trotz der schlechten Qualität ein Bild, das so grausam ist, wie der Krieg selbst.
Sie bricht zusammen, man sieht überall Blut herausquellen, man sieht ihren qualvollen Tod hautnah – und das ist wirklich nicht schön. Selbst ich, als ein relativ abgehärteter Mensch musste mit mir kämpfen, als ich das grausige Video von nicht einmal einer Minute Länge ansah.
Es ist aber – egal ob gefälscht oder nicht – ein Wendepunkt des Krieges. Denn wo die Welt bis gestern lediglich dachte “Ach Gott, da regen sich ein paar Spinner auf, weil nicht ihr Held gewählt wurde!” denkt sie jetzt anders.
Ich persönlich hoffe sowohl, dass das Video nicht gefälscht ist, was Spiegel Online in seinem Artikel nämlich vermutet hat, als auch, dass das Engagement der Welt nun steigt, den Konflikt im Iran zu besänftigen.
We will see. Für über 18jährige und vor allem Schockresistente Menschen kann ich nur die Suche nach “Neda Iran shot” auf YouTube empfehlen, die Videos werden oft gelöscht und nur ab 18 freigegeben. Aber es einmal zu sehen sollte den Sinn für das Grausame in der Welt schärfen.
“The final march begins, down with all kings
The shroud we weave completed”
Continuing…,
Chaos
Quelle: Sterben in Iran: Neda, die Ikone des Protestes @ Spiegel Online
— Hendrik Erz
Politik,
21. Juni 2009, 12:19
Und weiter geht es im Iran, es ist unglaublich, die Luft kocht quasi in Teheran. Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen sind immer noch hunderttausende auf den Straßen, und anstatt, dass es weniger Menschen werden, werden es sogar noch wesentlich mehr Menschen. Denn immer mehr fordern “Tod dem Diktator!”
Doch jetzt kommt Wind von einer ganz anderen Seite des Schiffes – auf einmal twittert nämlich Mussawi, der Verlierer der Präsidentschaftswahlen, und den das iranische Volk gerne an der Macht sähe, er sei bereit für ein Märtyrertum. Im Grunde genommen ist das ja eine mächtige Aussage, besonders für seine Anhänger.
Doch warum auf einmal der Sinneswechsel? Wochenlang forderte Mussawi seine Anhänger auf, die Proteste nieder zu legen und sich friedlich dem neuen Diktator Führer hinzugeben. Und jetzt auf einmal wagt sich Mussawi, der bis vor kurzem unter Hausarrest stand, so wie ich das verstanden habe, auf die Straße und ist bereit zu einem Märtyrertum? Irgendwas stimmt da nicht.
Doch was soll ich sagen, ich bin weder im Iran, noch habe ich die Lage im Blick. Es sind zu viele verworrene Geschichten im Umlauf, und seitdem der Iran die Verbindungen ins Ausland kappt kommt auch außer Gerüchten nicht mehr viel durch.
Continuing asking,
Chaos
Quelle: Mussawi twittert: ‘Ich bin bereit zum Märtyrertum!’
— Hendrik Erz
Politik,
20. Juni 2009, 14:39
Jahrzehntelang war sie die Partei des kleinen Mannes, der Gewerkschaften und für soziale Gerechtigkeit, doch seit den neuesten Entwicklungen scheint die SPD sich mächtig in einen Sumpf zu manövrieren, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Zuerst die allgemeine Politik der SPD, welcher wir teilweise erhebliche Einschränkungen hinnehmen mussten, danach die Blamage bei der Europawahl und nun das: Aufgrund der Streitigkeiten um das Kinderporno-Gesetz hat sich die SPD mächtig festgesetzt. Das eine Lager fordert eine Ablehnung des Gesetzes, das andere Lager fordert die Durchführung und noch ein drittes Lager innerhalb der SPD will erst einmal abwarten.
Während also "Frontmann" Steinmeier der SPD bereits weiß, was er wie verändern will (Und er hat gar nichtmal so schlechte Ideen) und seine Partei mit seiner Ausstrahlung wieder aufzurütteln versucht, scheint das KiPo-Gesetz nun den Dampfer SPD zum Kentern zu bringen.
Denn jetzt tritt auch noch ein hochrangiges Mitglied der SPD - Jörg Tauss - wegen der KiPo-Streiterei und auch wegen den Ermittlungen gegen ihn bezüglich Kinderpornografie-Verdachtes aus der SPD aus und tritt bald der Piratenpartei bei.
Sollte diese junge Partei, die gerade einmal den Schritt ins Europaparlament geschafft hat, nun etwa zum Rettungsboot aller verzweifelten Politiker werden? Ich wäre amüsiert, wenn dies zuträfe. Vielleicht kann das dann als Denkzettel für die etablierten Parteien dienen. :)
Continuing happily,
Chaos
— Hendrik Erz
Politik,